Kleve. Die Metall-Innung hat in dieser Woche ihren Nachwuchs gefeiert: In der Aula des Berufskollegs Kleve wurden zahlreiche Auszubildende aus dem Kreis Kleve feierlich zu Gesellen ernannt. Unter ihnen auch Marco Asmus und Maurice Ziegler, die ihre Ausbildung bei Piron Metallbau in Kleve absolviert haben. Ein Abend, der zeigte: Das Metallhandwerk in der Region hat Zukunft.
Tradition mit Bedeutung
Die Lossprechungsfeier ist ein Ritual mit langer Tradition – und für die frisch geprüften Gesellen ein Moment, den sie so schnell nicht vergessen werden. Obermeister Johannes Flinterhoff aus Kalkar begrüßte Absolventen, Familien und Ehrengäste und richtete anerkennende Worte an die jungen Handwerkerinnen und Handwerker: Sie hätten in den vergangenen Jahren Engagement, Ausdauer und handwerkliches Können bewiesen – darauf könnten sie mit Recht stolz sein.
Klaus von Agris, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, sprach die Absolventen feierlich von ihren Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag frei. In seiner Ansprache betonte er, dass die Ausbildung nicht nur fachlich, sondern auch menschlich forme: „Wir feiern heute nicht das Ende der Ausbildung, wir feiern den Anfang eines neuen Kapitels.“
Starke Ergebnisse aus der Region
Die Prüfung Winter 2025/2026 im Ausbildungsberuf Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, haben insgesamt zwölf Absolventen aus dem Kreis Kleve erfolgreich abgeschlossen – darunter Auszubildende aus Betrieben in Kleve, Bedburg-Hau, Goch und Uedem. Hinzu kamen sechs neue Gesellen in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau sowie vier weitere Absolventen der Sommerprüfung 2025.
Für die Ausbildungsbetriebe ist das ein erfreuliches Signal: Der Nachwuchs im Metallhandwerk ist da – und er ist gut.
Kleve als Ausbildungsstandort
Die Ergebnisse der diesjährigen Lossprechungsfeier unterstreichen, dass der Kreis Kleve ein lebendiger Standort für das Metallhandwerk ist. Zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe investieren Jahr für Jahr in die Ausbildung junger Menschen – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaft und Fachkräftesicherung.
Das Berufskolleg Kleve und das Berufskolleg Geldern begleiten die Auszubildenden dabei schulisch und stehen als Partner der Betriebe seit Jahren verlässlich zur Seite. Dass die Lossprechungsfeier bewusst in diesem Rahmen stattfindet, ist mehr als Symbolik: Es ist ein Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses, dass gute Ausbildung ein gemeinschaftliches Projekt ist – zwischen Betrieb, Schule und Familie.
Nach der Feier ist vor der Karriere
Für die frisch geprüften Gesellen beginnt nun der nächste Abschnitt. Viele werden in ihren Ausbildungsbetrieben bleiben und ihre Erfahrungen weiter vertiefen. Andere nutzen den Gesellenbrief als Sprungbrett – für Weiterbildungen, Spezialisierungen oder den Weg zur Meisterschule. Die Metall-Innung ermutigt ausdrücklich dazu, die vielfältigen Karrierewege im Handwerk zu nutzen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Im Anschluss an die offizielle Zeremonie lud die Innung alle Gäste in die nahegelegene ÜBL-Werkstatt zur After-Work-Party ein – ein geselliger Ausklang eines besonderen Abends für alle Beteiligten.





